Knieschmerzen

Achtung: kostenloser Vortrag zum Thema Knieschmerzen am Donnerstag, 15.2.2018 19.00h. Anmeldung hier.

Hintergründe/Krankheitsbild Knieschmerzen

Knieschmerzen betreffen je nach Studie und Schweregrad etwa 65 bis 90 Prozent der über 60-jährigen. Der Verschleiß im Knie kann die Knorpel auf der Kontaktfläche des Unterschenkels, des Oberschenkels, der rückwärtigen Kniescheibe und die Menisken außen, sowie innen betreffen. Hier wird dann meist eine Arthrose 1.-4. Grades diagnostiziert. Anzeichen sind Steifigkeitsgefühl mit Anlaufschmerz, Schwellungen, Schmerzen bei größeren und zunehmend geringeren Belastungen, abnehmende Stabilität, Schmerzen die zum Stehenbleiben beim Gehen zwingen und schließlich auch im Ruhezustand und nachts quälen. Alles das geht mit zunehmender Bewegungseinschränkung und nachlassender Kraft einher. Beispielsweise wird es immer schwerer aus niedrigen Betten oder Stühlen ohne Unterstützung mit den Armen aufzustehen.

Ursachen der Knieschmerzen, nach herkömmlicher Sicht

Ursachen nach herkömmlicher Auffassung sind: X- oder O-Beine, Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Rheuma und andere Stoffwechselerkrankungen. Des weiteren angeborene Fehlstellungen, degenerative Knochenveränderungen und Übergewicht, sowie erbliche Anfälligkeit. Neben konservativen Therapiemaßnahmen, wie Physiotherapie, werden Schmerz- und Entzündungsmittel, Cortison sowie Hyaluronsäure eingenommen oder gespritzt. Im weiteren Verlauf werden Atroskopien, Knorpelglättungen, teilweise oder vollständige Meniskusentfernungen, Umstellungsoperationen durchgeführt. Am Ende kommen dann Knieprothesen zum Einsatz, wenn nichts anderes mehr hilft. Man geht davon aus, dass der im Alter zunehmende Verschleiß mit der im Laufe des Lebens aufsummierten „Kilometerlaufzeit“ zusammenhängt. Dieser Verschleiß verstärkt sich durch erbliche Belastungen oder solche wie Übergewicht, Sport und Ähnliches.

Ursachen der Knieschmerzen, nach Sicht von Liebscher & Bracht

Die von Liebscher & Bracht entwickelte neue Schmerztherapie sieht darüber hinaus andere und viel ausschlaggebendere Ursachen. Die Bewegung der Kniegelenke ist durch unsere Lebensführung stark eingeschränkt, andererseits in den wenigen genutzten Gelenkwinkeln viel zu unausgeglichen. Wir sitzen durchschnittlich 11,5 Stunden am Tag und laufen fast ausschließlich mit nur gering gebeugten Beinen. Tiefe Kniewinkel werden selten und mit zunehmendem Alter fast gar nicht genutzt. Den betroffenen Patienten werden Bewegungen mit tiefem Kniewinkel sogar wegen angeblicher Überlastungsgefahr untersagt.

Behandlung von Knieschmerzen

Viele Schmerzpatienten bekommen von ihren Ärzten nach der Untersuchung neben konservativen Therapie-Maßnahmen wie Physiotherapie auch noch entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel, Cortison oder Hyaluronsäure verschrieben oder gespritzt. Auch können Arthroskopien mit Knorpelglättung, Meniskus-Entfernungen oder Umstellungsoperationen durchgeführt und schließlich künstliche Kniegelenke eingesetzt werden. Die Knieschmerzen, die selbst nach dem Einsetzen künstlicher Gelenke weiterbestehen, werden meist als nicht therapierbar klassifiziert. Die betroffenen Patienten bekommen dauerhaft starke Schmerzmittel und werden psychologisch betreut: „Sie müssen dann lernen, mit den Schmerzen zu leben.“
Bei Kniegelenksspiegelungen, sogenannten Arthroskopien, wird über einen kleinen Hautschnitt ein Arthroskop eingeführt, um das Kniegelenk zu untersuchen. Ein Arthroskop ist ein dünnes Rohr mit einer kleinen Videokamera und Lichtquelle sowie Spül- und Absaugvorrichtung. Weitere Instrumente können zur direkten Behandlung der Schäden eingeführt werden: Beispielsweise wird bei einem Meniskusriss der eingerissene Teil mit kleinen Scheren rund ausgeschnitten.

Nutzen von Kniespiegelungen bei Knieschmerzen

Bei zufällig ausgewählten Patienten mit Kniearthrose wurde eine Kniegelenksspiegelung durchgeführt, während dies einer Placebo-Kontrollgruppe lediglich vorgetäuscht wurde. Nach konventioneller Sicht, hätte die Gruppe, die tatsächlich eine Kniespiegelung erhalten hatte, anschließend weniger Schmerzen und eine bessere Funktion des Knies feststellen müssen als die Placebo-Gruppe. Doch zum Erstaunen der Forscher konnte die Studie keinen Unterschied zwischen den Gruppen feststellen.8) Eine weitere Studie unterstützt diesen Befund: Hier wurde herausgefunden, dass Kniespiegelungen keinen weiteren Nutzen gegenüber einer rein medizinischen und physiologischen Behandlung haben.9) Der Gemeinsame Bundesausschuss hat deshalb 2015 beschlossen, dass Gelenkspiegelungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden.
Wir hingegen beseitigen mit unserer Therapie die muskulären und faszialen Spannungen im Gewebe, denn dort entstehen die Schmerzen. Patienten, die bereits einen Operationstermin haben, sagen regelmäßig ihre OP Termine ab, da sie mit unserer Therapie bereits die Schmerzen soweit reduziert haben, dass sie keinen Sinn mehr in einer OP sehen.

Folgen der Knieschmerzen

Als Folge verkürzen sich vor allem die Waden- sowie die Oberschenkelmuskeln und erzeugen immer höhere Spannungen, die das Knie verschleißen und die Beweglichkeit erschweren. Von uns so titulierte Alarmschmerzen mit denen der Körper diese bedrohliche Entwicklung verhindern will werden meist durch Arzneimittel unterdrückt. So nehmen Verschleiß, Bewegungseinschränkungen und die Neigung zu Schmerzen stetig zu. Zusätzlich wird Bewegung oft vorsorglich untersagt, weil man nicht riskieren möchte, dass Bewegung und Sport das Problem noch verschlimmern. Das ist aus LNB Sicht verständlich, doch wird dadurch die Zunahme der ohnehin zu hohen Muskelspannungen, die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen leider noch verstärkt.

Wie beseitigt man die Knieschmerzen?

Es gibt nur eine Möglichkeit, diese Negativspirale zu beenden und Heilung von diesen Fehlentwicklungen einzuleiten: Die überhöhten muskulär-faszialen Spannungen müssen wieder auf das physiologische Normalmaß heruntergefahren werden. Die von LNB speziell dafür entwickelte Osteopressur nutzt dafür im Körper fest installierte Schaltstellen, bestimmte Alarmschmerzrezeptoren in der Knochenhaut. Der Körper reagiert sofort und der Schmerz wird meist schon in der ersten Behandlung deutlich reduziert. Das beweist, dass auch bei schon vorliegender Arthrose oder anderen strukturellen Schädigungen, wie Meniskuseinrissen oder Bänderverletzungen, Schmerzreduzierung oder gar Schmerzfreiheit möglich ist. Von LNB entwickelte spezielle therapeutische Engpassdehnungen sorgen dann zunehmend dafür, dass die in der Therapie erreichte Schmerzfreiheit dauerhaft hält. Der Verschleiß wird in Wochenfrist gestoppt und je nach Schweregrad kann der Körper die schon entstandenen Schäden wieder regenerieren.

Die Vorbeugung der Knieschmerzen und Arthrose

Die Vorbeugung vor Kniearthrose entspricht nach der Bio-Logik der neuen Schmerztherapie: Die durch Verkürzungen entstandenen Spannungserhöhungen müssen durch das regelmäßige Ausführen bestimmter Bewegungen wieder umtrainiert werden. Besser noch das Ausführen dieser Bewegungen verhindert die Entstehung solcher Verkürzungen. Üben Sie zunehmend tiefere Kniebeugen, essen Sie im Fersensitz und dehnen Sie Muskeln und Faszien rund ums Knie. Am effizientesten gelingt Ihnen das mit den von LNB entwickelten geeigneten Engpassdehnungen. Videoanleitungen für diese Übungen erhalten Sie bei uns.

Übungen bei Knieschmerzen

...probieren Sie es mal!

Bitte beachten Sie Folgendes bei der Durchführung der Schmerzfrei-Übungen: Sie können die hier gezeigten Übungen ohne Bedenken ausführen, wenn Sie zwei Punkte konsequent beachten: Bewegen Sie sich immer langsam und achten Sie dabei auf die Wahrnehmungen Ihres Körpers. Sie dürfen sich nur ganz bedacht und langsam in die Dehnposition hinein bewegen. Selbstverständlich bewegen Sie sich noch langsamer, wenn bereits eine Schädigung besteht. Vor allem nach Operationen sollten Sie sich von Ihrem Arzt die Erlaubnis für Dehnübungen einholen. Absolvieren Sie die Übungen also in gemäßigter Geschwindigkeit und achten Sie dabei auf die Signale Ihres Körpers. Er wird sie mit dem deutlichen Alarmschmerz von Positionen abhalten, die Schädigungen verursachen können. Sie können Ihren Körper nur überfordern, wenn Sie sich schnell bewegen. Natürlich darf Ihre Wahrnehmungsfähigkeit nicht durch Arzneimittel, Alkohol, Drogen oder Krankheit eingeschränkt sein.

1. Schmerzfrei-Übung bei Knieschmerzen


Setzen Sie sich auf den Boden und nehmen Sie die Beine nach vorne. Jetzt legen Sie die Liebscher & Bracht Übungsschlaufe über beide Fußsohlen an den unteren Ballen. Jetzt strecken Sie Ihre Beine ganz durch und ziehen die Füße nach hinten. Halten Sie diese Übung gute 2 bis 3 Minuten.
Anschließend machen Sie ein starkes Hohlkreuz. Nun gehen Sie mit dem Oberkörper langsam nach vorne. Jetzt dehnen Sie die komplette Hinterseite. Bleiben Sie auch hier mehrere Minuten in der Übung.

2. Schmerzfrei-Übung bei Knieschmerzen

Gerade durch vieles Stehen ist der große Oberschenkelmuskel verkürzt. Durch diese Übung dehnen wir diesen. Legen Sie sich nun zunächst auf Ihrer Matte auf den Bauch. Zur Unterstützung nehmen Sie die Übungsschlaufe und legen sie Ihren Spann hinein. So dehnen Sie den Spann gleich mit. Drücken Sie die Hüfte in den Boden, winkeln Sie das Bein an und ziehen die Ferse zum Gesäß. Keine Panik, wenn Sie das Knie noch nicht so weit beugen können. Ziehen Sie den Fuß halt so nah an das Gesäß, wie es Ihnen möglich ist. Achten Sie bei der Übung darauf, dass Ihr Knie komplett gerade bleibt, und nicht nach außen schiebt. Halten Sie diese Übung für 2 – 2,5 Minuten. Oft werden Sie bereits jetzt eine Verbesserung und Erleichterung im Knie spüren.
Ein gutes Indiz für ein gesundes Knie ist es, wenn Sie den Fuß vollständig heranziehen können und dort einige Zeit halten können.

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